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 Werkzeug Tipps von Christoph Prüllage (Bauingenieur und Baustatiker)


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Tischkreissägen Vergleich - Was man beim Kauf einer Tischkreissäge beachten sollte

Für eine Tischkreissäge trifft prinzipiell auch all das zu, was für eine Handkreissäge gilt. Daher schauen Sie sich bitte auch meine Ausführungen zu diesem Thema an.
Bei einer Tischkreissäge ist die eigentliche Säge in einer Art Gestell (Tisch) integriert; sie ist also eine Art stationäre Handkreissäge. Bei dem Tisch handelt es sich meist um eine beschichtete Stahlblechkonstruktion mit meist verzinkter Tischplatte. (Bei einigen Modellen lässt sich diese Konstruktion zwecks Transports zusammenklappen).
Die Tischkreissäge ist ideal zum Sägen von Kanthölzern (je nach Schnittleistung), Brettern, Platten und holz-ähnlichen Materialien in der Werkstatt oder auf der Baustelle.

Tipp1: Für z.B. wiederkehrende Schnitte von längeren Brettern kann es sinnvoll sein, die als Zubehör lieferbaren Tischverbreiterungen bzw. Tischverlängerungen zu nutzen. Außerdem gibt es im Baumarkt höhenverstellbare Auflageböcke (mit Rollen am Auflager), die für die Zuführung längerer Materialien zur Säge hin eine enorme Erleichterung darstellen.

Tipp2: Wer bereits eine gute Handkreissäge besitzt, für den könnten auch im Handel erhältliche Tische interessant sein, in der die vorhanden Säge eingespannt wird und so als stationäre Säge nutzbar wird.

Wichtige Ausstattungen (ohne Gewähr auf Vollständigkeit)

  • 1. Sägeblattbefestigung (zum Wechseln des Sägeblattes)
    - Art, wie Sägeblatt mit Maschine verbunden wird; meist mittel Schraube und manueller Arretiermöglichkeit der Sägewelle
  • 2. elektronische Regelung
    - Möglichkeit der Voreinstellung der Drehzahl (Materialabhängig); sanftes Anlaufen der Maschine; Überlastschutz
  • 3. Sicherheitskupplung (Sicherheitsfeature)
    - schützt vor einem "Rückschlag", der z.B. dann auftritt, wenn das Sägeblatt auf einen Nagel oder ein anderes Metallteil trifft.
  • 4. "Schutzhaube" (Sicherheitsfeature)
    - Sorgt dafür, daß von oben nicht in das Sägeblatt gegriffen werden kann.
  • 5. "Sägekeil" (Spaltkeil: Standard)
    - Bauteil hinter dem Schnittbereich des Sägeblattes; verhindert das "klemmen" des Sägeblattes im Werkstoff
  • 6. Überstromschalter (Sicherheitsfeature)
    - Motorschutzschalter: schaltet Maschine automatisch ab
  • 7. Motorbremse (Sicherheitsfeature)
    - Sorgt beim Abschalten dafür, daß Sägeblatt nicht so lange nachläuft
  • 8. Besonderer Schutz
    - für Geräte, die häufig auf Baustellen bzw. im Freien eingesetzt werden (z.B. Spritzwassergeschützt)
  • 9. Notausschalter (Sicherheitsfeature)
    - meist ein großer, roter Druckschalter griffgünstig platziert, zum schnellen Abschalten der Maschine.
  • 10. Möglichkeiten der Einstellung
    - Universalanschlag: meist drehbar, der auch als Schiebeschlitten zur Zuführung genutzt werden kann
    - Schnitthöhenverstellung: meist stufenlose Verstellung der Höhe des aus dem Tisch ragenden Sägeblattes. Tipp: Immer nur eine geringfügig größere Schnitthöhe wählen, wie für das zu schneidende Material nötig.
    - Stufenlose Einstellung der Sägeblattneigung: meist von 0°- 45°; für Gehrungsschnitte (günstig wäre beidseitige Neigungsmöglichkeit)
  • 11. Anschluß zur Fremdabsaugung von Sägespänen
    - Über ein Anschlussstück (meist an Schutzhaube) kann ein externer Sauger angeschlossen werden.
Kommen wir jetzt zu den wichtigsten Kriterien zur Auswahl einer Tischkreissäge.
Für ein gutes Schnittergebnis spielen die Leistung, die mögliche Schnitttiefe, sowie das richtige Sägeblatt eine wichtige Rolle.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Leistungsabgabe einer Maschine in Watt. Große Baustellenkreissägen haben nicht selten Abgabeleistungen von 2 KW (bei Aufnahmeleistungen von 4 KW und mehr); sie werden dann an 400 V betrieben.
Für die Auswahl der "richtigen" Maschine spielt die mögliche maximale Schnitttiefe eine weitere wichtige Rolle.
Hier sollte man nicht nur darauf schauen, wie groß die Schnitttiefe bei 90° ist, sondern viel wichtiger ist hier der geringere Wert bei 45°. Hier muß der zukünftige Nutzer also sehr genau darauf schauen, welche Dimensionen im allg. zu bearbeiten sind. (Bei größeren möglichen Werten ist man natürlich hinsichtlich der Nutzung flexibler)
Nicht zuletzt hängt die Wahl für oder gegen eine bestimmte Tischkreissäge davon ab, welche der vor genannten Ausstattungen verbaut wurden und wie es hinsichtlich Zubehör, Ersatzteilen und Reparaturmöglichkeit bestellt ist.

Zum Abschluß noch eine Bemerkung zur Verwendung von Zubehör (insbesondere der Sägeblätter). Es gibt für jeden zu bearbeitenden Werkstoff genau das passende Sägeblatt. Die Leistungsfähigkeit eines Sägeblattes im Zusammenspiel mit der jeweiligen Maschine hängt dabei von vielen Faktoren (Materialqualität, Verzahnungsart, Zahngeometrie, usw.) ab.
Da die Sägeblätter (gerade bei größeren Durchmessern) sehr teuer sind, kann es jedoch sinnvoll sein, ein sog. Hartmetalluniversalsägeblatt zu verwenden, daß zwar nicht bei allen Materialien die optimalsten Ergebnisse liefert, mit deren Ergebnis man aber "leben" kann. (Muß jeder Nutzer für sich entscheiden)


Empfehlungen Tischkreissägen

1. Für gelegentliche Verwendung


2. Für Hobby-Heimwerker


3. Für Profi-Heimwerker