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 Werkzeug Tipps von Christoph Prüllage (Bauingenieur und Baustatiker)


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Schweißgeräte Vergleich - Was man beim Kauf eines Schweißgerätes beachten sollte

Zunächst eine Abgrenzung der Einsatzgebiete:

Bei Elektrodenschweißgeräten brennt der Lichtbogen zwischen dem Werkstück und einer abschmelzenden Elektrode. Durch verschiedene Elektroden-Durchmesser (meist bis 4 mm) bzw. Arten von Elektroden lassen sich unterschiedliche Materialien verschweißen. (Stahl, Edelstahl (VA), Aluminium, usw.) Die verschweißbare Materialstärke bewegt sich dabei meist zwischen 1,5-6 mm (Richtwerte). Der Vorteil von Elektrodenschweißgeräten liegt im Bereich der Verbindung von relativ dickwandigen Materialien. (zum relativ günstigen Preis)
Tipp: Schweißstromeinstellung in Abhängigkeit des Durchmessers der Elektrode: Durchmesser der Elektrode x 40 = Schweißstrom in A

Bei sog. Schutzgasschweißgeräten unterscheidet man zwischen WIG-(Wolfram-Inert-Gas) Schweißen und MIG/MAG-(Metall-Inert-Gas/Metall-Aktiv-Gas) Schweißen.

Beiden Verfahren gemeinsam ist, daß der eigentliche Schmelzbereich durch ein separat zugeführtes Gas von negativen Einflüssen der Außenluft freigehalten (geschützt) wird. Im folgenden will ich mich auf MIG/MAG-Geräte beschränken, da diese am gebräuchlichsten sind und mit Ihnen Metalle von 0,5 - 6 mm Materialstärke (Richtwerte) verarbeitet werden können. Beim MIG/MAG-Verfahren brennt der schmelzende Lichtbogen zwischen dem Werkstück und einem mechanisch von einer Rolle zugeführten Schweißdraht (Elektrode). Um diese Umgebung vor negativen Eigenschaften der Außenluft abzuschirmen, wird je nach zu schweißendem Material ein spezielles Gas/Gasgemisch von außen zugeführt.
Vorteile des MIG/MAG-Schweißverfahrens sind die sehr einfache Handhabung und die sehr guten Dünnblecheigenschaften.

Wichtige Ausstattungen bzw. Geräteangaben (ohne Gewähr auf Vollständigkeit)

1. Für Elektrodenschweißgeräte

  • 1. Multiskala
    - zum einfachen Einstellen des Schweißstroms (z.B. 30-140 A) je nach Elektrodendurchmesser
  • 2. Betrieb an 230 oder 400 V
    - (einige Geräte bieten beide Möglichkeiten; wobei bei 400 V höhere Schweißströme realisierbar sind.
  • 3. Elektrodenkabel und Massekabel
    - (je länger, desto besser; da die Geräte sehr schwer sind, kann es z.B. sinnvoll sein bei höher gelegenen Schweißorten, die Geräte nicht dorthin "wuchten" zu müssen.
  • 4. Spezielle Sicherheitseinrichtungen
    - da die Gehäuse der Geräte meist metallisch sind, und außerdem mit hohen Stromstärken gearbeitet wird, sollte ein Gerät spezielle Schutz- Klassen (z.B. IP 23C) oder über das sog. S-Zeichen (zugelassen zum Schweißen auch an engen Schweißplätzen mit erhöhter elektrischer Gefährdung) verfügen.
  • 5. Eingebauter Lüfter
    - dadurch bessere Ableitung der auftretenden Wärme und damit verbunden eine höhere mögliche Einschaltdauer des Gerätes (wichtig bei längerem Dauerschweißen).
  • 6. Thermoschutzeinrichtung
    - wird eine bestimmte Temperatur des Gerätes erreicht, so schaltet es sich automatisch ab und lässt sich erst nach einer Abkühlphase wieder einschalten. (Geräteschutzfunktion)
  • 7. elektronische Regelung
    - Komponenten, die dafür sorgen sollen, daß der Lichtbogen schneller zündet oder die das "Kleben" der Elektrode verhindern.
  • 8. Zubehör
    - Elektrodenkabel mit Elektrodenhalter, Massekabel mit Masseklemme; Schutzschild, Drahtbürste, Schlackehammer
2. Für MIG/MAG-Schweißgeräte
(wegen großem Eigengewicht und Zusatzgewicht der Gasflasche auf Transportrollen; je größer desto besser)

  • 1. Gasflaschenhalterung
  • 2. Multiskala
    - zum einfachen Einstellen des Schweißstroms (z.B. 30-170 A) je nach Drahtstärke, Dicke des zu bearbeitenden Materials
  • 3. Betrieb an 230 oder 400 V
    - (einige Geräte bieten beide Möglichkeiten; wobei bei 400 V höhere Schweißströme realisierbar sind.
  • 4. Brennerkabel (-schlauch) und Massekabel
    - (je länger, desto besser; da die Geräte sehr schwer sind, kann es z.B. sinnvoll sein bei höher gelegenen Schweißorten, die Geräte nicht dorthin "wuchten" zu müssen.
  • 5. einstellbarer Drahtvorschub
    - (das Schweißdrahteinfädeln sollte Gas- und Stromlos erfolgen)
  • 6. verschweißbare Drahtdurchmesser
    - (Rollen); meist 0,6-0,8 mm
  • 7. Möglichkeit zum "Punktschweißen"
    - am Besten einstellbar
  • 8. Spezielle Sicherheitseinrichtungen
    - da die Gehäuse der Geräte meist metallisch sind, und außerdem mit hohen Stromstärken gearbeitet wird, sollte ein Gerät spezielle Schutz- Klassen (z.B. IP 23C) oder über das sog. S-Zeichen (zugelassen zum Schweißen auch an engen Schweißplätzen mit erhöhter elektrischer Gefährdung) verfügen.
    Gasseitige Verwendung von Druckminderen (meist mit Inhalts- und Durchflussmanometer)
  • 9. Eingebauter Lüfter
    - dadurch bessere Ableitung der auftretenden Wärme und damit verbunden eine höhere mögliche Einschaltdauer des Gerätes (wichtig bei längerem Dauerschweißen)
  • 10. Thermoschutzeinrichtung
    - wird eine bestimmte Temperatur des Gerätes erreicht, so schaltet es sich automatisch ab und lässt sich erst nach einer Abkühlphase wieder einschalten,. (Geräteschutzfunktion)
  • 11. elektronische Regelung
    - Komponenten, die dafür sorgen sollen, daß der Lichtbogen schneller zündet oder die das "Kleben" der Elektrode verhindern.
  • 12. Zubehör
    - Brennerkabel (-schlauch), Massekabel mit Masseklemme, Schutzschild, Drahtbürste, Brennerspray, Gasdruckminderer
Wer sollte sich nun welches Gerät anschaffen ?
Entscheidend ist hier welche Materialstärken in welchem Umfang zu bearbeiten sind.
Für dünne Bleche (ab ca. 0,5 mm), wie sie häufig bei Karosseriearbeiten verwendet werden, ist die Verwendung eines Schutzgasgerätes ein absolutes Muß. (möglichst mit einstellbarer Punktschweißautomatik)

Da mit diesem Gerät aber auch dickere Materialien verschweißt werden können, ist ein Schutzgasschweißgerät für alle geeignet, die flexibel auf alle möglichen Schweißaufgaben reagieren wollen oder müssen. Dabei sollte aber auch gesehen werden, daß die Kosten für den Kauf bzw. den Betrieb (Gas, Draht) um ein vielfaches höher liegen als bei einem Elektrodenschweißgerät. Das wiederum für alle Schweißarbeiten mit höheren (und nur dafür) Materialstärken (ab ca. 1,5 mm) gut geeignet ist.


Empfehlungen Schweißgeräte

1. Für gelegentliche Verwendung


2. Für Hobby-Heimwerker


3. Für Profi-Heimwerker