Der Winkelschleifer, auch "Flex" genannt, sollte meines Erachtens als vielseitig einsetzbare Maschine in keiner Werkstatt fehlen. Mit seinen vielfältigen Ausstattungsvarianten und Zubehörmöglichkeiten lassen sich mit ihm Arbeiten wie Trennen, Schrubben, entrosten, schleifen, polieren usw., erledigen. Je nach Größe der max. zu installierenden Scheiben werden Geräte mit verschiedenen Durchmessern angeboten (115/125/150/180/230 mm).
Und hier liegen auch schon die Hauptunterscheidungskriterien hinsichtlich Leistung und
Aufgabengebiet einzelner Maschinen. Kleinere Geräte (115/125mm) eignen sich wegen
ihres geringen Gewichts und ihrer Handlichkeit gut für folgende Arbeiten:
Schrubben von z.B. Schweißnähten (mit Schrubbscheibe), entrosten von
Metallteilen (Stahldrahttopfbürste bzw. -kegelradtopfbürste), polieren von Flächen (Polierteller), schleifen von Flächen (Schleifteller).
Große Geräte (180/230 mm) werden dagegen vorwiegend für schwere Trennarbeiten in
Stahl, Beton, Stein (mit speziellen Trennscheiben für jedes Material) eingesetzt.
Meine Empfehlung daher: 2 Winkelschleifer (115/125 und 230 mm) zu kaufen und je nach Hauptpräferenz mehr oder weniger für die zweite Maschine zu investieren.
Wichtige Ausstattungen (ohne Gewähr auf Vollständigkeit)
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1. Werkzeugaufnahme (zum Wechseln der Vorsätze)
- Art, wie z.B. Trennscheibe mit Maschine verbunden wird; meist mittels Spannmutter (Zweilochschlüssel) und manueller Arretiermöglichkeit der Spindel
Tipp: Achten Sie beim Kauf darauf, daß man die Spindel zusätzlich mit einem Maulschlüssel festhalten kann (bzw. zumindest die Möglichkeit besteht). Habe auf Baustellen schon oft gesehen, das die Spindelarretierung defekt war und die Spannmutter dann brachial mit Hammer u. Meißel gelöst wird.
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2. elektronische Regelung
- Möglichkeit der Voreinstellung der Drehzahl (Materialabhängig); gerade wenn Maschine
vielfältig eingesetzt werden soll eine wichtige Ausstattung.
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3. Konstantelektronik
- Hält die Drehzahl auch unter Last nahezu konstant
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4. Sicherheitskupplung (Sicherheitsfeature)
- schützt vor einem "Rückschlag", der z.B. dann auftritt, wenn Trennscheibe sich im
Material verkantet.
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5. "Schutzhaube" (Sicherheitsfeature)
- sorgt für Schutz gegen Funkenflug und sollte für jeden Arbeiteinsatz individuell einstellbar
sein (am Besten werkzeuglos)
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6. Sperre gegen unbeabsichtigtes Einschalten der Maschine (Sicherheitsfeature)
- Meist muß zum Einschalten der Maschine neben dem eigentlichen Druckknopf noch ein
zweiter, (mit der selben Hand) kleinerer Knopf betätigt werden.
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7. Abschaltelektronik (Sicherheitsfeature)
- Bei Überlastung schaltet sich Maschine ab (Schutz von Maschine und Anwender)
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8. Anlaufstrombegrenzer
- Maschine läuft sanft an; dadurch wird verhindert, daß gerade bei größeren Winkelschleifern (hohe Wattzahl) die Stromversorgung überlastet wird. (Sicherung fliegt
möglicherweise sonst heraus)
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9. Werkzeugloser drehbarer Handgriff
- Bei einigen Maschinen ist es möglich, den "hinteren" Griff (Schalter) komplett zu drehen.
Griff u. Schalter liegen somit bei allen Arbeiten immer in der idealen Position.
Zweiter Handgriff zur besseren Führung des Gerätes kann meist rechts oder links
eingeschraubt werden.
Kommen wir jetzt zu den wichtigsten Kriterien zur Auswahl eines Winkelschleifers.
Für ein gutes Arbeitsergebnis spielen die Leistung, der max. mögliche Werkzeugdurchmesser, sowie die richtige Auswahl bzw. Qualität des eingesetzten Werkzeuges eine wichtige Rolle.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Leistungsabgabe einer Maschine in Watt. Leider
findet sich wie so oft in den meisten Produktbeschreibungen nur eine Angabe zur Leistungsaufnahme. Da die daraus resultierende geringere Leistungsabgabe stark von den in der Maschine verwendeten Komponenten wie Motor, Getriebe, Güte des verwendeten Materials, usw. abhängig ist, kann die Angabe der Leistungsaufnahme bzw. Leistungsabgabe in Watt nur als erster Anhaltspunkt für die Leistungsfähigkeit einer Maschine dienen. (Grundsatz: je größer die Wattzahl, desto kräftiger die Maschine; bei großen Winkelschleifern kann die Leistungsaufnahme schon bei 2600 Watt und mehr liegen)
Interessant sind noch die Leerlaufdrehzahl und das Maschinengewicht (bei gleicher Leistung
ist ein geringeres Gewicht natürlich von Vorteil). Nicht zuletzt hängt die Wahl für oder gegen einen bestimmten Winkelschleifer auch davon ab, welche der vor genannten Ausstattungen verbaut wurden und wie es hinsichtlich Zubehör, Ersatzteilen und Reparaturmöglichkeit bestellt ist. Gravierende Unterschiede zwischen einzelnen Maschinen bestehen z.B. darin, mit welchem Aufwand der Staubschutz von Motor, Getriebe und Lagern, betrieben wurde (was natürlich hinsichtlich der Langlebigkeit einer Maschine von Bedeutung ist). Auch lassen sich z.B. Verschleißteile wie Kohlebürsten bei einigen Geräten ohne großen Aufwand von Außen
wechseln. (Was der permanenten Einsatzfähigkeit natürlich auch förderlich ist)
Zum Abschluß noch eine Bemerkung zur Verwendung von Zubehör (insbesondere der Trennscheiben). Es gibt für jeden zu bearbeitenden Werkstoff genau die passende Trennscheibe. Unterschiede liegen hier vor allem in der "Standzeit" (zeitliche Nutzbarkeit) einzelner Scheiben; so haben z.B. Diamantscheiben eine zigfach höhere Standzeit wie
"normale" Steinscheiben. Und noch ein Wort zur Sicherheit:
So ein Winkelschleifer ist eine gefährliche Maschine; tragen Sie also immer zulässige Schutzkleidung (Helm, Augenschutz, Gehörschutz, Handschuhe, schnittfeste Hose usw.) und sorgen Sie beim Schneiden von staubintensiven Materialien für einen wirksamen Atemschutz.
(Es geht um Ihre Gesundheit)
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Empfehlungen Schleifmaschinen (115/125 mm- Klasse)
1. Für gelegentliche Verwendung
2. Für Hobby-Heimwerker
3. Für Profi-Heimwerker
Empfehlungen Schleifmaschinen (230 mm-Klasse)
1. Für gelegentliche Verwendung
2. Für Hobby-Heimwerker
3. Für Profi-Heimwerker
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