Werkzeuge im Vergleich Impressum | Werkzeug (Home)
 Werkzeug Tipps von Christoph Prüllage (Bauingenieur und Baustatiker)


--- Seitennavigation ---
Akkuschrauber
Bohrhammer
Bohrmaschine
Dampfreiniger
Fräse
Handkreissäge
Hochdruckreiniger
Kettensäge
Schleifmaschine
Schweißgerät
Stichsäge
Tischkreissäge

Bohrhammer Vergleich - Was man beim Kauf eines Bohrhammers beachten sollte

Im weiteren Verlauf will ich mich hier auf Bohrhämmer mit folgenden Funktionen beschränken: Schlagbohren; Bohren; Meißeln (Kombi- bzw. Multihämmer)

Im Gegensatz zu Schlagbohrmaschinen haben diese Geräte ein pneumatisches Hammerschlagwerk zur Aufnahme von Werkzeugen mit SDS Plus-Einsteckenden (bei größeren Geräten auch SDS-MAX) anstatt eines Bohrfutters für Werkzeuge mit zylindrischem Schaft. (Als Zubehör ist auch ein zylindrisches Bohrfutter mit SDS-Plus-Adapter erhältlich)
Der Vorteil von SDS-Plus bzw. SDS-Max (und anderer Aufnahmen) besteht darin, daß mit ihnen größere Drehmomente bzw. größere Schlagenergien übertragen werden können. Und damit sind wir auch schon beim eigentlichen Einsatzgebiet eines Bohrhammers: Das Schlag-bohren größerer Durchmesser in Stein und Beton, sowie das Bohren mittels Bohrkronen in Mauerwerk. Zusätzlich lassen sich auch Meißelarbeiten durch "Drehstopp" ausführen. Mit dem oben erwähnten zylindrischen Bohrfutter mit SDS-Plus-Adapter und Bohren ohne Schlag lassen sich dann auch noch Bohrarbeiten in Stahl und Holz bewerkstelligen. (eben Multihämmer)

Wichtige Ausstattungen (ohne Gewähr auf Vollständigkeit)

  • 1. "Hammerfutter"
    - für die Aufnahme von Werkzeugen mit SDS-Plus oder SDS-Max - Einsteckenden (werkzeuglos)
  • 2. schlagbohrfestes Drehkranzbohrfutter bzw. Schnellspannbohrfutter mit SDS-Adapter
    - zum Einspannen von Werkzeugen mit zylindrischem Schaft (meist bis 13 mm)
  • 3. Rechts/Linkslauf
    - die Drehrichtung der Maschine lässt sich mittels eines Schalters ändern; wichtig z.B. bei festsitzenden Bohrern
  • 4. Schalter "Schlagstopp"
    - zum Bohren ohne Schlagfunktion
  • 5. Schalter "Drehstopp"
    - zum Meißeln mit Schlagfunktion (ohne Drehen)
  • 6. Zweithandgriff
    - Meist verstellbar (drehbar), um die enormen Kräfte der Maschine überhaupt händeln zu können.
  • 7. Ein-, zwei-, oder Mehrganggetriebe
    - durch Schalter lässt sich die max. Leerlaufdrehzahl vorwählen (Materialabhängig) (niedrige Drehzahl: mehr Drehmoment (Kraft); hohe Drehzahl: kleineres Drehmoment)
  • 8. elektronische Regelung
    - Möglichkeit der Voreinstellung der Dreh- und Schlagzahl (Materialabhängig); sanftes "Gasgeben" über Druckschalter der Maschine (wichtig zum exakten Anbohren)
  • 9. Konstantelektronik
    - sorgt dafür, daß vorgewählte Einstellungen während des Bohrens auch unter Last beibehalten werden. (Maschine läuft immer im optimalen Bereich)
  • 10. Sicherheitskupplung (Sicherheitsfeature)
    - zur Begrenzung plötzlich auftretender Kräfte beim Verklemmen bzw. Verhaken des Einsatzwerkzeuges
  • 11. Abschaltelektronik (Sicherheitsfeature)
    - sobald z.B. Bohrerspitze auf Metall trifft, schaltet Maschine sich sofort ab. (wichtig z.B. wenn man beim Bohren auf eine Strom- oder Wasserleitung stößt)
Kommen wir jetzt zur Leistung eines Bohrhammers
Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Leistungsabgabe einer Maschine in Watt. Leider findet sich in den meisten Produktbeschreibungen nur eine Angabe zur Leistungsaufnahme.
Da die daraus resultierende geringere Leistungsabgabe stark von den in der Maschine verwendeten Komponenten wie Motor, Getriebe, Güte des verwendeten Materials, usw. abhängig ist und es weiterhin darauf ankommt, wie die zur Verfügung stehende Leistung z.B. auf die Bohrspitze übertragen wird (Ein-, Zweigang; elektronische Regelung usw.) kann dies nur als Anhaltspunkt dienen. Als Grundsatz kann aber sicherlich gelten: Je mehr Leistung in Watt umso besser.
Bei Bohrhämmern sind die max. Einzelschlagstärke in Joule (J) und die max. mögliche Schlagzahl pro Minute eine weitere wichtige Angabe zur Leistungsfähigkeit einer derartigen Maschine. Des weiteren finden sich in Produktbeschreibungen meist Angaben zu max. möglichen Bohrdurchmessern in verschiedenen Materialien.
Oft stehen hier auch Angaben zur max. Bohrleistung mit sogenannten Bohrkronen, die z.B. ein rundes Loch in Mauerwerk fräsen können (für z.B. Unterputzschalter- und Abzweigdosen) Nicht zuletzt spielt auch das Gewicht der Maschine eine große Rolle (je höher das Gewicht, desto höher kann die Einzelschlagstärke sein). Bei Vergleichen ist, wenn von Gewichtsklassen die Rede ist, das Eigengewicht der Maschine gemeint.
Für die Arbeitsleistung mit einem Bohrhammer sollte außerdem darauf geachtet werden, wie effektiv der Hersteller an der Reduzierung von Vibrationen gearbeitet hat. Die Rückstoßkräfte eines Bohrhammers können immens sein und wer den ganzen Tag mit einer solchen Maschine gearbeitet hat, wird über jede Reduzierung dieser Kräfte dankbar sein.

Beim Kauf eines Bohrhammers sollte man auch einen Blick darauf verwenden, wie es um die Beschaffung von Ersatz- bzw. Zubehörteilen und die Reparaturmöglichkeit der Maschine bestellt ist. (Je teurer die Maschine, desto schärfer sollte der Blick werden)

Zum Abschluß noch die obligatorische Bemerkung zur Verwendung von Zubehör beim Arbeiten mit einem Bohrhammer. Jede Maschine kann ihre volle Leistung nur mit qualitativ hochwertigen Zubehörteilen erbringen.

Empfehlungen Bohrhammer

1. Für gelegentliche Verwendung


2. Für Hobby-Heimwerker


3. Für Profi-Heimwerker