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 Werkzeug Tipps von Christoph Prüllage (Bauingenieur und Baustatiker)


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Akkuschrauber Vergleich - Was man beim Kauf eines Akkuschraubers beachten sollte

Die korrekte Bezeichung für Akkuschrauber wäre eigentlich: Akku-Elektronik-Bohrschrauber

Diese Maschine ist also quasi eine elektronische Bohrmaschine, die netzunabhängig mittels eines Akku-Packs arbeitet.

Vorteile: kein lästiges Kabel (Kabelsalat); Unabhängigkeit vom Stromnetz; meist leichter und handlicher als eine elektronische Bohrmaschine

Nachteile: Leistung und Betrieb hängen stark vom Ladezustand bzw. der Ladekapazität des Akkus ab; Akkus sind nicht unbegrenzt haltbar; für hohe, längere Dauerleistung daher weniger geeignet

Welche Kriterien spielen nun für die Auswahl der "richtigen" Maschine eine Rolle ?
Max. mögliches (nötiges) Drehmoment (Nm): hier muß ich mich fragen, welche Schraub- bzw. Bohrdimension ich in der Regel benötige. Bei kleinen Dimensionen ist ein Schrauber mit weniger Drehmoment günstiger, da ein stärkerer Schrauber mehr Energie benötigt und den Akku schneller entlehrt.
Die Angabe der Wattstunden (Wh): dadurch lässt sich eingrenzen, wie lange ich mit der Maschine am Stück arbeiten kann oder will. Je mehr Wh (Volt x Ah) eine Maschine hat, desto größer ist seine Ausdauer, nicht seine Kraft.
Das Gewicht einer Maschine: Generell lässt sich sagen, daß eine Maschine mit hoher Leistung auch ein höheres Gewicht hat; wichtig wenn z.B. oft über Kopf gearbeit werden soll.

Sehr entscheidend für Leistung und Preis eines Akkuschraubers ist die Art des verwendeten Akkus.

NiCd (Nickel-Cadmium-Akku): weit verbreitet; entlädt sich mit der Zeit selbst; kennt den sogenannten Memory-Effekt (falsche Ladezyklen bleiben dem Akku in Erinnerung und lassen seine Kapazität dauerhaft sinken)

Ni-MH (Nickel-Metallhydrit-Akku): umweltfreundlicher bei der Entsorgung; höhere Ausdauer (als NiCd); entlädt sich selbst; Memory-Effekt

Li-Ion (Lithium-Ionen-Akku): geringes Gewicht (40% weniger als Ni-MH); höhere Ausdauer (als Ni-MH); geringe Selbstentladung; kein Memory-Effekt; sehr schneller Ladevorgang

Wichtige Ausstattungen (ohne Gewähr auf Vollständigkeit)
  • 1. Schnellspannbohrfutter
    - zum schnellen, werkzeuglosen Einspannen von Bohrern und Bits. (10-13 mm)
  • 2. Rechts/Linkslauf
    - die Drehrichtung der Maschine lässt sich mittels eines Schalters ändern; wichtig zum lösen von Schrauben oder festsitzender Bohrer.
  • 3. Ein-, zwei-, oder Mehrganggetriebe
    - durch Schalter lässt sich die max. Leerlaufdrehzahl vorwählen (Materialabhängig) (niedrige Drehzahl: mehr Drehmoment (Kraft); hohe Drehzahl: kleineres Drehmoment)
  • 4. elektronische Regelung
    - Möglichkeit der Voreinstellung der Drehzahl (Materialabhängig); sanftes "Gasgeben" über Druckschalter der Maschine (wichtig z.B. beim Versenken von Schrauben)
  • 5. Drehmomentvorwahl
    - (zig-fache Vorwahl des Drehmoments, bis Maschine sich "auskuppelt" (z.B. zum bündigen Versenken von Schrauben)
  • 6. Bohrstufe
    - (Einstellung der Maschine auf Bohren (ohne Drehmomentvorwahl))
  • 7. Zubehör:
    - 2-ter Akku; Akkuladegerät (schnelle: <= 1h); evtl. Zusatzgriff
Wer sollte sich nun welche Maschine zulegen:
Der gelegentliche Nutzer ist meines Erachtens am besten mit einem Akku-Bohrschrauber mit Li-Ion-Akku bedient; der große Vorteil ist die sehr geringe Selbstentladung und der nicht vorhandene Memory-Effekt des Akkus; als ausreichend würde ich eine 9,6-12V-Maschine mit einer Akkukapazität von ca. 1,4 Ah ansehen. Auf einen 2-ten Wechsel-Akku kann der gelegentliche Nutzer verzichten.

Der Hobbyschrauber sollte am besten zu einem Akku-Bohrschrauber mit Ni-Cd oder mit Ni-MH-Akku greifen; der Nachteil der Selbstentladung spielt bei häufigem Gebrauch eine untergeordnete Rolle und auch dem Memory-Effekt der Akkus lässt sich durch den Einsatz eines zweiten Wechsel-Akkus entgegenwirken.(Akku wird immer komplett entladen und dann geladen); als ausreichend würde ich eine 12V-Maschine mit einer Akkukapazität von min. 2,0 Ah ansehen. Ausstattung: 2-ter Akku; Schnellladegerät (<= 1h); 2-Gang-Getriebe
Tipp: Oft bieten Hersteller solche Geräte in Paketen an, in denen dann z.B. zusätzlich noch eine Akkulampe enthalten ist.

Beim Profi käme am besten ein Akku-Bohrschrauber (evtl. mit Schlagbohrfunktion) mit Ni-MH oder Li-Ion-Wechsel-Akku zum Einsatz; hier sollten dann auch nur Markengeräte (wegen der Verfügbarkeit von Ersatzteilen und der Reparatur im Fachhandel) mit hohem max. Drehmoment, Spannung größer 12 V, Akkukapazitäten ab 2,6 Ah, Mehrganggetriebe und evtl. besonderen Ausstattungen (z.B. Antivibrationssysteme usw.) in Frage kommen. In diesem Bereich wäre es auch sinnvoll, andere Akku-Geräte auf den jeweiligen Akku-Typ abzustimmen, um Maschinen damit mehrfach nutzen zu können.

Und hier die obligatorische Bemerkung zum Schluß: Jede Maschine kann Ihre volle Leistung nur mit qualitativ hochwertigen Zubehörteilen erbringen.


Empfehlungen Akkuschrauber

1. Für gelegentliche Verwendung


2. Für Hobby-Heimwerker


3. Für Profi-Heimwerker